Wohnungssanierung in Nizza: Das Gebäude bestimmt die Methode
Belle-Époque- und Haussmann-Bauten. Carré d'Or, Musikerviertel (Musiciens), Cimiez, Libération: hohe Decken, Stuckgesimse, Marmorkamine, Eichenparkett. Hinter dem Dekor: in Gips gemauerte Ziegeltrennwände, Holzbalkendecken, Putzdecken auf Lattung. Diese Decken lassen sich nicht belasten wie eine Betonplatte, und manche Trennwand trägt inzwischen die Decke darüber mit. Die Leitungen sind oft so alt wie das Haus: Blei, Gusseisen, Stromkreise ohne Schutzleiter. Wir erneuern sie, solange alles offen ist.
Wohnanlagen der 60er- und 70er-Jahre. Fabron, Mont Boron, Teile von Cimiez und des Nordens von Nizza: Betonkonstruktion, niedrigere Decken, gemeinsame Installationsschächte. Die Decken sind dünn: Der Schallschutz wird zum Thema, sobald ein Teppichboden einem harten Belag weicht. Die Heizung liegt mitunter in der Betondecke – dort bohrt man nicht auf gut Glück. Und in jedem Gebäude mit Baugenehmigung vor Juli 1997 ist eine Asbestuntersuchung Pflicht, bevor Böden, Kleber oder Schächte entfernt werden.
Altstadt (Vieux-Nice) und Hafen. Dicke Mauern, enge Treppenhäuser und die Stellungnahme des Architecte des Bâtiments de France zu allem, was von außen sichtbar ist: Die Baustelle wird anders vorbereitet.
Eigentümergemeinschaft: Was vor dem ersten Tag geklärt wird
Solange die Arbeiten innerhalb Ihres Sondereigentums bleiben – nichttragende Trennwände, Böden, Bad, Malerarbeiten –, ist keine Abstimmung nötig. Wir informieren die Hausverwaltung (den Syndic) und halten die Gemeinschaftsordnung ein: Arbeitszeiten, Schutz von Aufzug und Treppenhaus, Abtransport des Bauschutts.
Sobald Gemeinschaftseigentum oder das äußere Erscheinungsbild berührt werden, braucht es die Zustimmung der Eigentümerversammlung: Durchbruch in einer tragenden Wand, Anschluss an einen gemeinsamen Fallstrang, Abluftführung an der Fassade. Die Versammlung tagt oft nur einmal im Jahr: Das prüfen wir als Erstes. Wir bereiten die technischen Unterlagen für die Hausverwaltung vor – Baubeschreibung, Pläne, Nachweis des Tragwerksplaners.
Ein Container oder ein Lastenaufzug auf öffentlichem Grund braucht eine Genehmigung der Stadt: Sie wird vor Baubeginn eingeholt.
Termine: Was sie wirklich bestimmt
Das Angebot erhalten Sie innerhalb von 48 Stunden (werktags) nach dem Ortstermin. Die Dauer der Arbeiten hängt danach von vier Dingen ab: vom Umfang, von einer möglichen Abstimmung der Eigentümergemeinschaft, von den Lieferzeiten – eine Küche nach Maß oder ein Naturstein werden mehrere Wochen im Voraus bestellt – und von den Trocknungszeiten. Ein Estrich, eine Ausgleichsmasse, ein Putz müssen trocknen, bevor sie belegt werden: Über diese Frist lässt sich nicht verhandeln.
Der Terminplan liegt dem Angebot bei, Lieferzeiten inbegriffen, und wir halten uns daran.
Materialien: erhalten, restaurieren, ersetzen
Im Altbau lautet die erste Frage nicht „Was verlegen wir?“, sondern „Was bleibt erhalten?“. Ein Eichenparkett wird geschliffen und versiegelt. Ein beschädigtes Gesims wird in Gips ergänzt, nach dem Profil des Bestands gezogen. Ein Marmorkamin bleibt.
Alles Weitere wird anhand von Mustern ausgewählt, im Licht des Raums: großformatiger Naturstein und Feinsteinzeug, Mehrschichtparkett auf Trittschalldämmung, Wandfliesen und bodenebene Duschwanne für das Bad, Anstriche, die zu alten Untergründen passen. Siehe auch unsere Seite Edle Materialien & Oberflächen.
HEXABAT — Bau & Renovierung, Nizza
